Ein Kloster ist kein Feuerwehrposten – für die Rückgabe des Klosters „Patriarchalskiti“ und die Gewährung der Religionsfreiheit!

09 September 2016
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Ein Kloster ist kein Feuerwehrposten – für die Rückgabe des Klosters „Patriarchalskiti“ und die Gewährung der Religionsfreiheit!

 

Unterzeichnen Sie bitte hier: http://www.citizengo.org/de/pr/34226-ein-kloster-ist-kein-feuerwehrposten-fuer-die-rueckgabe-des-klosters-patriarchalskiti-und-die-gewaehrung-der-religionsfreiheit

 

In den vergangenen Jahren gab es Anzeichen für eine Minderung der Bedrängnis, in der sich die Christen in der Türkei befinden. Es wuchs die Hoffnung, dass die Türkei sich auf eine gerechte Auslegung ihrer Verfassung besinnen und den christlichen Minderheiten in der Türkei die verfassungsgemäßen Rechte zugestehen würde.

Diese Hoffnungen wurden in den vergangenen Wochen zerstört. Anstatt den christlichen Kirchen in der Türkei endlich einen geordneten Rechtsstatus einzuräumen und ein uneingeschränktes kirchliches Leben zu ermöglichen, wurden an verschiedenen Orten (z.B. in Bursa und Diyarbakir) Kirchenschließungen und Beschlagnahmen angedroht.

Auf der Insel Heybeliada (griechisch Chalki) wurde zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder ein orthodoxes Kloster enteignet. Die „Patriarchalskiti“ zur Verklärung Christi (Metamorphosis) wurde am 5. April 2016 vom Forstministerium übernommen und der dort lebende Mönch musste das Gelände verlassen. Die jahrelangen Bemühungen des ökumenischen Patriarchen Bartholomaios um einen Erhalt des Klosters wurden damit zunichte gemacht. Das Forstministerium plant Berichten zufolge, das Kloster „Patriarchalskiti“ (das auch „Makarios-Skiti“ genannt wird) in einen Feuerwehrstützpunkt umzuwandeln.

Heybeliada im Marmarameer bei Istanbul war über Jahrhunderte ein Zentrum christlich-orthodoxen Glaubenslebens. Auf der Insel befinden sich mehrere orthodoxe Klöster und Einrichtungen, darunter auch die einstmals berühmte theologische Hochschule von Heybeliada. Im 20. Jahrhundert hatte der türkische Staat mehrere Klöster und Kirchen auf der Insel beschlagnahmt und die Schließung der theologischen Hochschule veranlasst.

Die Christen in der Türkei sind durch all diese Maßnahmen sehr verunsichert und benötigen dringend Unterstützung in ihren Bestrebungen, die ihnen gemäß der türkischen Verfassung zustehenden Rechte zu erlangen.

Deshalb wenden wir uns mit dieser Petition an den türkischen Forstminister Prof. Dr. Veysel Eroğlu und die Botschafter Hüseyin Avni Karslıoğlu (Berlin), Mehmet Hasan Göğüş (Wien) und Tanju Sümer (Bern), die wir bitten, sich einzusetzen für:

  • die Religionsfreiheit und die Gewährung gleicher Rechte für die Angehörigen religiöser Minderheiten in der Türkei;
  • die Rückgabe des im 20. Jahrhundert verstaatlichten Kircheneigentums an die Kirchen einschließlich dem Recht, das Eigentum selbst zu verwalten (Beendigung des Systems der vom Staat beeinflussten bzw. kontrollierten) religiösen Stiftungen;
  • die Genehmigung zur Wiedereröffnung des Priesterseminars der orthodoxen Kirche, das sich ebenfalls auf Heybeliada befindet;
  • die Rücknahme der Beschlagnahme der „Patriarchalskiti“ zur Verklärung Christi und die Rückgabe dieses Klosters;
  • die Suche nach einem geeigneten Alternativstandort für den auf dem Gelände der „Patriarchalskiti“ geplanten Feuerwehrstützpunkt;
  • einen erfolgreichen Verlauf der angekündigten Gespräche des ökumenischen Patriarchen Bartholomaios mit der türkischen Regierung über die aufgeführten Punkte.

Ihre Unterzeichnung löst jeweils eine E-Mail an die türkischen Botschafter in Berlin, Wien und Bern sowie an den türkischen Forstminister, die in Ihrem Namen das anbei stehende Petitionsschreiben erhalten, aus.

 

Informationen zum Verein ZeROChA:
ZeROChA (Zentralrat zur Förderung und Schutz der Kultur der Rum-Orthodoxen Christen von Antiochien) e.V. ist ein neu gegründeter Verein in Köln.
Der Verein verleiht weltweit lebenden rum-orthodoxen Christen, die weitgehend aus der Provinz Hatay/Antakya -Mersin in der Türkei stammen, eine Stimme. Antakya ist der heutige Name der Stadt Antiochia. Antiochia war einer der Ursprünge des christlichen Glaubens. Dort wurden nach der Apostelgeschichte die Jünger Jesu Christi zum ersten Mal „Christen“ genannt.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten im Raum Antiochien und in Anatolien noch rund eine Million rum-orthodoxer Christen.  Heute lebt eine größere Zahl rum-orthodoxer Christen in den USA , Europa und in Australien. In der Türkei gibt es ungefähr 15.000 Rum-Orthodoxe Christen

 

 

Weitere Informationen:
http://www.agos.com.tr/tr/yazi/14938/heybeliadada-manastir-sorunu-cozum-bekliyor
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/turkischer-staat-enteignet-kloster-bei-istanbul
https://www.domradio.de/themen/weltkirche/2016-04-19/tuerkei-christen-wehren-sich-gegen-verstaatlichung-von-kirchen-kloster-enteignet
https://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2016-04-21/tuerkei-enteignet-christliches-kloster
http://www.bild.de/bildlive/2016/19-kloster-enteignet-45433062.bild.html
http://www.kath.net/news/54893
https://wahrheitfuerdeutschland.de/tuerkei-ein-rechtsstaat/%20
http://de.radiovaticana.va/news/2016/04/22/t%C3%BCrkei_enteignungen_seit_%C3%BCber_80_jahren/1224784
https://www.kathpress.at/goto/meldung/1368032/tuerkischer-staat-enteignet-orthodoxes-kloster-bei-istanbul
https://de.wikipedia.org/wiki/Seminar_von_Chalki
https://de.wikipedia.org/wiki/Heybeliada
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/enteignungen-kirchenvertreter-rufen-turkei-zu-einsicht-auf

 

Ein Kloster ist kein Feuerwehrposten – für die Rückgabe des Klosters „Patriarchalskiti“ und die Gewährung der Religionsfreiheit!

Sehr geehrter Herr Minister Prof. Dr. Veysel Eroğlu,
sehr geehrter Herr Botschafter Hüseyin Avni Karslıoğlu,
sehr geehrter Herr Botschafter Mehmet Hasan Göğüş,
sehr geehrter Herr Botschafter Tanju Sümer,

auf der Insel Heybeliada (griechisch Chalki) im Marmarameer bei Istanbul befinden sich mehrere orthodoxe Klöster und Einrichtungen, darunter auch die einstmals berühmte theologische Hochschule von Heybeliada. Im 20. Jahrhundert hatte der türkische Staat mehrere Klöster und Kirchen auf der Insel beschlagnahmt und die Schließung der theologischen Hochschule veranlasst.

In den vergangenen Jahren gab es Anzeichen für eine Minderung der Bedrängnis, in der sich die Christen in der Türkei befinden. Es wuchs die Hoffnung, dass die Türkei sich auf eine gerechte Auslegung ihrer Verfassung besinnen und den christlichen Minderheiten in der Türkei die verfassungsgemäßen Rechte zugestehen würde.

Diese Hoffnungen wurden in den vergangenen Monaten zerstört. Anstatt den christlichen Kirchen in der Türkei endlich einen geordneten Rechtsstatus einzuräumen und ein uneingeschränktes kirchliches Leben zu ermöglichen, wurden an verschiedenen Orten (z.B. in Bursa und Diyarbakir) Kirchenschließungen und Beschlagnahmen angedroht.

Auf Heybeliada wurde zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder ein orthodoxes Kloster enteignet. Die „Patriarchalskiti“ zur Verklärung Christi (Metamorphosis) wurde am 5. April 2016 vom Forstministerium übernommen und der dort lebende Mönch musste das Gelände verlassen. Die jahrelangen Bemühungen des ökumenischen Patriarchen Bartholomaios um einen Erhalt des Klosters wurden damit zunichte gemacht. Das Forstministerium plant Berichten zufolge, das Kloster „Patriarchalskiti“ (das teils auch „Makarios-Skiti“ genannt wird) in einen Feuerwehrstützpunkt umzuwandeln.

Wir sind überzeugt davon, dass es für die Einrichtung eines Feuerwehrstützpunktes auf der Insel Heybeliada (falls dieser wirklich dringend erforderlich sein sollte) alternative Lösungen geben kann. Daher bitten wir Sie, sich für die Einigung auf eine solche alternative Lösung und die Rückgabe des enteigneten Klosters einzusetzen.

Sehr geehrter Herr Minister Prof. Dr. Veysel Eroğlu, sehr geehrte Herren Botschafter Hüseyin Avni Karslıoğlu, Mehmet Hasan Göğüş und Tanju Sümer, bitte setzen Sie sich ein für:

  • die Religionsfreiheit und die Gewährung gleicher Rechte für die Angehörigen religiöser Minderheiten in der Türkei;
  • die Rückgabe des im 20. Jahrhundert verstaatlichten Kircheneigentums an die Kirchen einschließlich dem Recht, das Eigentum selbst zu verwalten (Beendigung des Systems der vom Staat beeinflussten bzw. kontrollierten) religiösen Stiftungen;
  • die Genehmigung zur Wiedereröffnung des Priesterseminars der orthodoxen Kirche, das sich ebenfalls auf Heybeliada befindet;
  • die Rücknahme der Beschlagnahme der „Patriarchalskiti“ zur Verklärung Christi und die Rückgabe dieses Klosters;
  • die Suche nach einem geeigneten Alternativstandort für den auf dem Gelände der „Patriarchalskiti“ geplanten Feuerwehrstützpunkt;
  • einen erfolgreichen Verlauf der angekündigten Gespräche des ökumenischen Patriarchen Bartholomaios mit der türkischen Regierung über die aufgeführten Punkte.

Wir zählen auf Ihre Veranlassungen im Sinne der Religionsfreiheit und der verfassungsmäßigen Rechte von Christen bei einer gerechten Verfassungsauslegung in der Türkei.

Mit freundlichen Grüßen,
[Ihr Name]
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